Eine Freundin rief mich letztens an und bat mich, ihr bei der Wohnungssuche behilflich zu sein. Sie wohnte derzeit noch bei ihren Eltern, hatte aber beschlossen als angehende Studentin auch gut und gerne allein wohnen zu können und sich verschiedene Adressen von privaten Vermietern, Wohnungsvermittlern und von kommunalen Wohnungsgesellschaften herausgesucht, denen sie einen Besuch abstatten wollte. Ihre erste eigene Bude sollte natürlich bezahlbar sein und sich deshalb auf eine 1-Raum-Wohnung beschränken, schließlich stand ihr auch nur Bafög im überschaubaren Rahmen zur Verfügung. Wir suchten hier zu erst eine der Gesellschaften auf, waren aber augenscheinlich nicht die Einzigen, die diese Idee hatten und trafen hier im Foyer auf zahlreiche weitere Interessenten, die eine Beratung wünschten. Um ehrlich zu sein hatten wir einfach keine Lust, hier absehbare zwei Stunden zu warten und wandten uns dem dort platzierten Prospekthalter zu, der alle Wohnungsangebote noch einmal als A4-Ausdruck enthielt. Meine Freundin sammelte sich hier alle Infos zu den zur Verfügung stehenden 1-Raum-Wohnungen am Prospekthalter zusammen und wir setzten uns dann einfach ins Cafe um alles gemeinsam durchzuschauen. Einige Angebote sortierten wir gleich aus, was blieb war ein kleines 1-Zimmer-Appartement, welches uns beiden von Bildern und Beschreibung auf Anhieb zusagte. Wir nahmen dann die Straßenbahn und fuhren zu der angegebenen Adresse um uns erst einmal einen Eindruck von der Umgebung zu verschaffen und waren uns hier schnell einig, dass alles stimmig war. Meine Freundin vereinbarte dann für den Folgetag eine Besichtigung und sagte dem Wohnungsangebot spontan zu – am Samstag zieht sie nun bereits ein und es heißt Kisten schleppen!